Westpfalz | Beitrag der Redaktion (MH) | 30. Oktober 2026
Spots zum Drachen steigen in der Westpfalz

Drachen steigen lassen funktioniert am besten in den Herbstmonaten, wenn es noch nicht eisig kalt ist, der Wind aber etwas Kraft hat. Je nach Wetterlage sind also meist die Monate September, Oktober und November bestens für einen Ausflug zum Drachen steigen in der Westpfalz geeignet. 

Was gibt es für Drachen?

Der Einleiner ist der Klassiker für Kinder und Einsteiger: eine Leine, wenig Technik, zuverlässiger Aufstieg bei gleichmäßigem Wind. Dazu zählt der Diamantdrachen, der gutmütig auf Böen reagiert. An windarmen Tagen ist der Schlittendrachen oft die bessere Wahl, denn er kommt meist ohne feste Stäbe aus und steht ruhig am Himmel. Kastendrachen erzeugen durch ihre dreidimensionale Form viel Auftrieb und bleiben auch bei kräftigerem Wind gut kontrollierbar. Wer schon Erfahrung hat, greift zum Lenkdrachen mit zwei oder mehr Leinen. Und dann gibt es den Rokkaku, einen sechseckigen Drachen aus Japan, der bei Wettbewerben selbstgebaut sein muss und mit dem man versucht, die Drachen der anderen auf die Wiese zu holen.

Unsere Tipps, wo ihr eure Drachen fliegen lassen könnt

Hier sind unsere Vorschläge, wo in der Westpfalz die besten Bedingungen für euer Drachenabenteuer vorzufinden sind:

Kuhberg bei Bad Kreuznach

Der Kuhberg liegt etwa zehn Minuten vom Zentrum entfernt. Dort befindet sich auch eine Drachenwiese. Die Bedingungen zum Drachen steigen sind hier ideal und der Ausblick richtig schön. Ihr könnt hier bis rüber in den Rheingau und Taunus schauen, so macht das Drachen steigen direkt noch mehr Spaß.

Donnersberg: Der höchste Berg der Pfalz

Mit 687 Metern ist der Donnersberg die höchste Erhebung der Pfalz. Von Ludwigsturm und Königsstuhl reicht der Blick weit über das Land. Damit eigenet er sich hervorragend für das Drachensteigen. Wem es doch zu kalt oder zu langweilig wird: Der Donnersbergkreis, zu dem auch Eisenberg gehört, hat außerdem das Keltendorf Steinbach für den Ausflug , mit Familienprogramm auf den Spuren des Volkes, das vor über 2.000 Jahren hier lebte.

KITE-Area bei Münsterappel

Hoch über Münsterappel befindet sich eine weitläufige Wiese, die optimale Windbedingungen bietet: Die KITE-Area bei Münsterappel eignet sich nicht nur zum Kiten, das Areal ist ein Hotspot für Lenkdrachen-Flieger. Das Gelände befindet sich auf einer Anhöhe bei Münsterappel. Ein landwirtschaftlicher, geteerter Feldweg führt zum Gelände, der oft über die Verbindungsstraße zwischen Kriegsfeld und Oberhausen an der Appel angefahren wird.

Weite Wiesen, kleine Feste

Die Region hat viele Wiesen, Hügel und auch Feste, die klein und herzlich bleiben. Sucht euch einen Drachentyp passend zum Wind aus, nehmt Familie oder Freunde mit und probiert die Orte der Reihe nach. Der nächste windige Herbsttag kommt bestimmt.

Worauf ihr achten solltet

Haltet euch an freie Flächen. Als Faustregel gilt mindestens 600 Meter Abstand zu Hochspannungsleitungen und Strommasten und drei Kilometer zu Flugplätzen. Rund um Ramstein, den Flugplatz bei Pirmasens und natürlich auf dem Domberg ist deshalb Vorsicht angesagt. Drachen dürfen auch in der Westpfalz nur bis 100 Meter Höhe steigen. Bei Gewitter bleibt ihr zu Hause, in Naturschutzgebieten ist Drachensteigen meist untersagt, und eure Leine sollte nie über Menschen oder Tieren sein.

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